Forschungsprojekte (Stand 28.05.2009)

Das MLFZ untersucht den Wandel der Mediennutzung seit 1954 (Printmedien) bzw. 1972 (elektronische Medien). Dabei geht es um die Frage, wie die Einführung neuer Medien die Nutzungsgewohnheiten verändert hat, ob sich bestimmte Nutzertypen herausgebildet haben oder ob sich die Schwerpunkte der täglichen Nutzung verlagert haben.

Forschungsprojekte Jörg Hagenah:

  • Einfluss der Erhebungsmethode auf die Zusammensetzung der Stichproben und die Ergebnisse (zusammen mit Dr. Henning Best, Universität Mannheim)
  • Dokumentation der längsschnittlichen Nutzbarkeit der Media-Analysen
  • Entwicklung der Mediennutzung nach der Einführung des dualen Rundfunks (Habilitationsthema)
  • Entwicklung der Sportrezeption

DFG-Projekt: Neue Rundfunkangebote und alte Gewohnheiten. Aufbereitung der MA Intermediadateien (MAIM) und inhaltliche Erschließung von Media-Analyse- und MAIM-Daten

Ziel des Projektes ist es, Zeitreihen der Mediennutzung zu erstellen, um die sozialen Folgen der Einführung des dualen Rundfunksystems erstmals ausführlich ohne Lücken erstellen zu können. Dafür ist es nötig, die Entwicklung der Radionutzung systematisch zu analysieren und die aus mehreren Datenquellen fusionierten Media-Analyse-Intermedia-Dateien für wissenschaftliche Sekundäranalysen aufzubereiten. Dies soll nach den im Vorgänger-Projekt erarbeiteten Prinzipien bei der Aufbereitung der Media-Analysen (MA) erfolgen. Nach einer SPSS-Konvertierung müssen die MA-Intermediadateien gelabelt, über die Zeit mit den MA-Daten harmonisiert werden und nach inhaltlichen Kriterien mit Hilfe von Summenvariablen zusammengefasst werden. Danach können Zeitreihen der Fernsehnutzung von 1977 bis 2005 erstellt und intermediale Fragestellungen analysiert werden.

DFG-Projekt: Medienrezeption in Deutschland nach der Einführung des dualen Rundfunks. Eine Aufbereitung und Analyse der Daten der Media-Analysen  

Ziel des DFG-Projektes war es, aus den Daten der Media-Analysen (MA) Zeitreihen der Nutzung elektronischer Medien (Radio und Fernsehen) zu konstruieren und mit diesen Zeitreihen zu untersuchen, welchen Einfluss die Einführung des dualen Rundfunks auf die Mediennutzung gehabt hat. Es wurden erstens Zeitreihen der Nutzung von Radio und Fernsehen von 1977 bis heute konstruiert und in einem Archiv der Wissenschaft frei zugänglich gemacht werden. Es soll zweitens geprüft werden, ob die Einführung des dualen Rundfunks die Nutzung von Radio und Fernsehen allgemein gesteigert hat (Mediatisierungshypothese), ob die privaten Sender die öffentlich-rechtlichen gleichzeitig und bis zu einem gleichen Niveau verdrängt haben (Koordinationshypothese) und ob sich mit dem dualen Rundfunk spezifische Teilpublika etablieren (Differenzierungs- vs. Integrationshypothese).

Die im Projekt erstellten Gesamtdatensätze Radio und Fernsehen enthalten Zeitreihen von 1977 bis 2005. Die Daten können für wissenschaftliche Sekundäranalysen genutzt werden (Bestellung: Datenservice)

BMBF-Projekt: Elektronischer Datenreport Media Analyse: Lesen von Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland von 1954 bis 2005

Ziel des BMBF-Projektes war es, die Leser- und Media-Analysen für wissenschaftliche Sekundäranalysen zu erschließen und die Entwicklung der Printmediennutzung in der Bundesrepublik seit 1954 in einem Datenhandbuch nachzuzeichnen. Die zum Zwecke der Werbeplanung sehr detailliert für einzelne Titel erhobenen Media-Analysen wurden in den letzten Jahren vom MLFZ durch eine Konvertierung der binären Originaldateien in das SPSS-Format und die Erstellung einer Variablenübersicht analysefähig gemacht. Hierauf aufbauend wurden im Einzelnen erstens die originären Nutzungsdaten von Tageszeitungen und Zeitschriften von 1954 bis 2005 erstmalig in der vollen Dichte und Breite erfasst und unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten durch - wie es hier genannt wird - Summenvariablen zusammengefasst. Zweitens wurden die inhaltlich bedeutsamsten Zeitreihen in elektronischer Form als Datenreport in der Reihe „Mediennutzung und sozialer Wandel" auf der MLFZ-Homepage veröffentlicht. Drittens soll damit begonnen werden die Mediennutzungsdaten um externe Informationen - z.B. Ereignisse der Umwelt - zu ergänzen und damit die Möglichkeiten der Analyse des sozialen Wandels zu erweitern.

Die im Projekt erstellten Gesamtdatensätze Zeitungen und Zeitschriften enthalten Zeitreihen von 1954 bis 2006. Die Daten können für wissenschaftliche Sekundäranalysen genutzt werden (Bestellung: Datenservice)